AugenBlick

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
19. Juli 2019
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 27.223 8.207 2.995 12.228 2.954 3.483 2.157 28.772 21.458
Veränderung ggü. Vortag +0,01% +0,27% +0,36% -0,92% -0,77% -0,54% -0,56% +1,09% +1,95%
Sehr schöne massive Kursrallye in Asien
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Guten Morgen…1,1260 USD…Die Voodoo-Götter sind hoch erfreut. In Asien steigen die Kurse gerade als gäbe es kein Morgen mehr. Der Preisauftrieb in Japan hat sich weiter verlangsamt und ist im Juni mit 0,6% auf den niedrigsten Stand seit etwa zwei Jahren gefallen. Dies nährt Spekulationen, dass eine Lockerung der Geldpolitik durch die japanische Zentralbank unmittelbar anstehen könnte. FED-Direktor Williams unterstrich in den USA die Notwendigkeit einer schnellen Zinsreaktion der US-Notenbank, sollten die Währungshüter zu dem Schluss kommen, dass sich die US-Wirtschaft in Schwierigkeiten befinde. Laut Bloomberg prüft die Europäische Zentralbank Veränderungen an ihrem Inflationsziel. Kanada und die EU stehen nach den Worten des kanadischen Ministerpräsidenten kurz vor einer Verständigung darüber, wie sich die US-Blockade von Berufungsverfahren bei der WTO für eine gewisse Zeit umgehen lässt. Sehr fein. Trump sperrt sich gegen die Ernennung neuer Richter für die WTO-Berufungsinstanz, die bindende Urteile in internationalen Handelskonflikten fällt. In Europa hatten gestern enttäuschende Zahlen von Netflix (-10,3%), das ist die Untertreibung der Woche, die Anleger noch etwas traurig gestimmt. Ach. Die morgendlichen Gründe für den Pessimismus sind schon in der Abendsonne verglüht. Microsoft hat mit eindrucksvollen Zahlen nach US-Börsenschluss die Rallye heute in Asien zusätzlich angefacht. Zur US-Börsensitzung waren IBM (Dow-Spitze +4,6%, Umsatzeinbussen aber gute Gewinnentwicklung), Morgan Stanley (+1,5%, starke Vermögensverwaltung) und Philip Morris (+8%, starke Zahlen) gefragt. Die Gewinne sprudeln bei diesen Firmen, als hätte jemand eine Ölquelle angebohrt. Das Ergebnis des US-Krankenversicherers UnitedHealth (-2,3%) kam den Anlegern dagegen etwas krank vor. Auch SAP (-5,6%) konnte die hohen Markterwartungen an die Zahlen nicht erfüllen.