AugenBlick

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
07. Juli 2020
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 26.287 10.434 3.180 12.733 2.343 3.350 1.777 26.372 22.587
Veränderung ggü. Vortag +1,78% +2,21% +1,59% +1,64% +3,09% +1,69% +2,09% +0,12% -0,56%
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Guten Morgen…So erbittert die Anleger sich auch wehren, der Nasdaq reißt sie mit, unwiderstehlich. Der technologielastige Index erreichte ein neues Rekordhoch. Das ist eine pekuniär, also finanziell, grundierte Abhängigkeit von den Zentralbanken und Stimuli-Programmen der Länder und hat wenig mit dem Virus zu tun. Auch die guten Wirtschaftszahlen spielen eine Rolle: Nach den Turbulenzen im Zuge der Pandemie landeten die US-Dienstleister wieder in der Wachstumszone. Der Einkaufsmanager-Index stieg im Juni überraschend kräftig auf 57,1 Punkte von 45,4 Zählern im Vormonat. Das ist der höchste Wert seit Februar. Das Barometer ist nun wieder deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern und fast auf dem Vorkrisen-Niveau angelangt. Uber (+6%) kauft den Essenslieferanten Postmates für 2,65 Milliarden Dollar in Aktien. Unterdessen schalteten Tesla-Aktien (+14%) noch einen Gang höher und setzten ihren Höhenflug fort. Amazon (+6%) notierten erstmals über 3.000 Dollar. Aber auch andere bekannte Techtitel wie Baidu (+8%) oder Alibaba (+7%) waren gefragt. Ölhändler nannten die gute Finanzmarktstimmung als wesentlichen Grund für die steigenden Ölpreise. Die japanische Börse tendierte entgegen dem internationalen Trend nach Bekanntgabe der Daten zum privaten Konsum tiefer: Die Ausgaben der Haushalte war im Mai so stark wie noch nie gesunken. In mehreren US-Staaten wurde ein Anstieg neuer Coronavirus-Fälle verzeichnet, wodurch Restaurants und Bars gezwungen waren, erneut zu schließen. Der US-Gesundheitsexperte Fauci äußert sich kritisch zur gegenwärtigen Lage in den USA. Es handele sich um eine ernste Situation, auf die wir sofort reagieren müssen, sagt der prominente US-Regierungsberater. Die USA steckten noch knietief in der ersten Welle der Pandemie. Die Zahl der Infektionen in den USA ist um 44.361 auf 2,886 Millionen gestiegen.