AugenBlick

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
30. Juli 2021
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 35.085 14.778 4.419 15.640 3.522 4.117 1.992 25.724 27.347
Veränderung ggü. Vortag +0,44% +0,11% +0,42% +0,45% +0,57% +0,33% +0,99% -2,25% -1,57%
Amazon-Zahlen drücken heute auf die Stimmung
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Credit Suisse hat mit den Nachwehen von Archegos zu kämpfen
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Siemens Healthineers erhöht nach starkem Quartal Prognose
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Unsicherheit: Asiatische Aktienmärkte heute wieder mit Abschlägen
Guten Morgen… Nicht für alle Unternehmen ist das Ende der Corona-Pandemie ein Vorteil: Amazon konnte zwar den Umsatz sowie den Gewinn im zweiten Quartal deutlich steigern – doch nicht deutlich genug in den Augen der Anleger. Zudem war der Ausblick verhalten. Die Aktie zählt nachbörslich zu den großen Verlierern und zieht den kompletten Tech-Markt nach unten. Unverhofft kommt oft: Ein überraschend optimistischer Ausblick und gute Quartalszahlen haben gestern die Erholung der Airbus-Aktien angefeuert. Die Papiere des Flugzeugbauers kletterten zwischenzeitlich auf EUR 121, was den höchsten Stand seit Februar 2020 darstellte. Letztendlich verabschiedete sich die Aktie mit EUR 116 und damit einem kleinen Plus aus dem gestrigen Handelstag. Seit dem Corona-Tief bei EUR 49,07 im März 2020 konnte sich die Aktie damit um satte 136% nach oben schrauben. Weniger gut verlief es hingegen für die Credit Suisse, die mit den Folgen des Debakels, um den Hedgefonds Archegos auch im zweiten Quartal zu kämpfen hatte. Der Gewinn sackte im Vergleich zum Vorjahr um 78 Prozent auf CHF 253 Millionen ab, wie die Schweizer Großbank mitteilte. Der Archegos-Kollaps hatte bereits im ersten Quartal zu einer Belastung von CHF 4,4 Milliarden geführt. Insgesamt liegen die Belastungen im Zusammenhang mit dem kollabierten Hedgefonds nun bei rund CHF 5 Milliarden. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Dieses Sprichwort nahmen sich vermutlich die chinesischen Behörden zu Herzen, als sie zuletzt die ausländischen Börsenmakler aufforderten, ihre jüngsten Regulierungsmaßnahmen, die auf den privaten Bildungssektor sowie Tech-Unternehmen abzielten, nicht überzuinterpretieren. Obwohl man die Märkte damit kurzfristig beruhigen und für eine kleine Erholung sorgen konnte, trauen die Investoren dem Braten anscheinend nicht so recht, heute geht es dementsprechend wieder abwärts.