AugenBlick

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
25. März 2019
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 25.502 7.643 2.801 11.364 3.040 3.306 2.079 28.551 20.977
Veränderung ggü. Vortag -1,77% -2,5% -1,90% -1,61% -1,3% -1,83% -2,01% -1,93% -3,01%
Evans (FED) – Abwärtsrisiken haben zugenommen
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Rezessionsängste setzen Börsen unter Druck
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US-Notenbanker: Keine Zinserhöhungen bis zweite Hälfte 2020
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May zunehmend unter Druck – Brexit hängt in der Schwebe
Guten Morgen…1,1300 USD…Mit ihren Depeschen der Angst rauben die Spitzenpolitiker vielen das Wertvollste, was der Mensch besitzt: seine Zuversicht, seine Hoffnung. Der Rentenmarkt irrt zwischen den Trümmern der Rezessionsangst umher wie die Touristen auf der Akropolis. Die Renditen kurzfristiger US-Staatsanleihen waren am Freitag erstmals seit zwölf Jahren wieder höher als bei langfristigen. Diese inverse Zinsstruktur gilt sie als Zeichen eines nahenden Konjunktureinbruchs. Die Rendite der viel beachteten deutschen zehnjährigen Titel fiel erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder unter die Null-Prozent-Marke. Raben sind Aasfresser und waren im Mittelalter oftmals bei Schlachten und Hinrichtungen zugegen. Nach damaliger Ansicht ein ziemlich schlechtes Omen. Wird die Zinsstrukturkurve invers ist es für einen Finanzanalysten so, als würde eine dämonisierte schwarze Katze seinen Weg kreuzen und am Ende der Straße 13 Raben warten. Auslöser für die verstärkten Konjunktursorgen waren am Freitag schwache Wirtschaftsdaten aus Deutschland und den USA. Der deutsche IHS-Einkaufsmanagerindex fiel im März um 2,9 auf 44,7 Punkte. Bitte beachten Sie, dass es sich dabei um einen Diffusionsindex handelt, der erst bei mehr als 50 Punkten Wachstum signalisiert. Das Stimmungsbarometer für das verarbeitende US-Gewerbe fiel auf 52,5 Punkte. Vor allem der Zollstreit sowie die Unsicherheiten rund um den Brexit sorgen für Verunsicherung. Die Börsen tendierten deutlich schwächer. Im Wochenvergleich ergab sich für den S&P 500 ein Abschlag von 0,8%. Oh je: Der NIKKEI verliert zur Stunde über 3% an Wert. Als zyklisch geltende Industriekonzerne, Finanz- und Chemiewerte verzeichneten vergleichsweise hohe Abschläge. Einstweilen diskutiert das britische Unterhaus erneut Basisfragen zum Brexit. Zum wievielten Male sich dieses Schauspiel wiederholt? I lost count.