AugenBlick

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
28. Februar 2020
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 25.767 8.566 2.979 12.367 2.846 3.456 1.940 26.073 21.143
Veränderung ggü. Vortag -4,42% -4,61% -4,42% -3,19% -3,85% -3,4% -3,50% -2,63% -3,67%
Coronavirus: Dow Jones fällt auf den tiefsten Stand seit August 2019
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Drastische Maßnahme: Japan schließt alle Schulen – Nikkei fällt um 3,7%
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DAX droht heute der Fall unter die Marke von 12.000 Punkten
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Ölpreis im freien Fall – Rohölsorte Brent kämpft mit der Marke von USD 50
Guten Morgen… Zwei Jahre lang wurde das Marktgeschehen von den Themen Brexit und Handelskonflikt bestimmt. Für viele Aktien ging es in dieser Zeit dennoch beständig nach oben. Als sich die Sorgen im Zollzwist verflüchtigten und der Brexit schlussendlich Realität und damit ad acta gelegt wurde, sah man einer rosigen Zukunft an den Märkten entgegen. Doch die Freude sollte nur von kurzer Dauer sein: COVID-19 überschattet seither den Aktienhandel. Exkurs: Wenn man spricht, versprüht man ca. 2,5 mikroskopische Tropfen Spuke bei jedem Wort. Da kann unter Umständen ganz schön viel zusammenkommen. In Zeiten wie diesen bekommt das Sprichwort: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold eine ganz neue Bedeutung. Die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone hat sich im Februar vor Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in Europa den vierten Monat in Folge aufgehellt. Das Barometer für das Geschäftsklima kletterte um 0,9 Punkte auf 103,5 Zähler, wie die EU-Kommission gestern bekannt gab. Das ist der beste Wert seit Mai 2019. Ökonomen hatten lediglich 102,8 Punkte erwartet. Besonders unter den Verbrauchern hellte sich die Stimmung auf. Das Barometer kletterte vor allem in den Niederlanden, in Frankreich und in Spanien. Auch in Deutschland zeigte es nach oben, wenn auch nicht so stark. Der DAX hat in den vergangenen Tagen verschnupft reagiert und seit dem 19. Februar 2020 ca. 10% an Wert verloren. Die Bundesregierung prüft angeblich ein Konjunkturprogramm für den Fall, dass eine Ausbreitung des Coronavirus die deutsche Wirtschaft stark treffen sollte. Je nachdem, wie stark das Virus sich verbreite, gebe es unterschiedliche Möglichkeiten zum Gegensteuern. Der Dow Jones ist seit dem 12. Februar im Sinkflug und hat seither fast 13% verloren. Überraschenderweise hält sich der Epidemie-Rückschlag im Ursprungsland des Coronavirus in Grenzen – der CSI 300 hat etwa 5,5% eingebüßt.