AugenBlick

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
28. September 2021
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 34.869 14.970 4.443 15.574 3.696 4.165 1.979 24.609 30.155
Veränderung ggü. Vortag +0,21% -0,52% -0,28% +0,27% +1,51% +0,17% +0,21% +1,65% -0,28%
Dow Jones tritt auf der Stelle, Hang Seng deutlich im Plus
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Japan hebt den Corona-Notstand auf – Nikkei gibt leicht nach
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Großbritannien geht der Sprit aus – Militär soll bei Benzin-Engpass helfen
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Klimakrise: China reduziert Industrie den Strom
Guten Morgen… Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran – Edmund Stoiber, der heute seinen 80. Geburtstag feiert. In Deutschland wird hinter den Kulissen fleißig an einer Koalition gearbeitet. Ob es am Ende Jamaika oder eine Ampel wird, ist den Anlegern anscheinend egal – der DAX verhielt sich gestern sozusagen unauffällig. Still und heimlich kletterte der Ölpreis zuletzt nach oben. Wobei, ganz so unauffällig war die Aufwärtsbewegung gar nicht. Dazu reicht ein kurzer schmerzhafter Blick auf die Benzinpreise beim Tanken. Doch nicht nur hierzulande scheint ein Nachfrageüberhang zu bestehen. Auch jenseits des Atlantiks begibt sich das schwarze Gold, was den Preis anbelangt, auf Klettertour. Während US-Rohöl kürzlich auf ein Zweimonatshoch stieg, konnte Nordseeöl der Marke Brent sogar auf ein Mehrjahreshoch klettern. Seit geraumer Zeit sieht man deutliche Rückgänge der wöchentlichen US-Lagerbestände, was auf einen stetigen Nachfrageanstieg hindeutet. Die Lagerbestände sind in Amerika zuletzt auf das niedrigste Niveau seit Oktober 2018 gefallen! Wer ist verantwortlich dafür? Vor allem die US-Notenbank: Sowohl das bevorstehende Tapering als auch eine mögliche Anhebung des Leitzinssatzes nähren die Hoffnung, dass der US-Wirtschaftsmotor von allein brummt und das Starthilfekabel in Form von Anleihenkäufen und niedrigen Zinsen wieder weggepackt werden kann. Sollte der Ölpreis aber weiter steigen, dürfte sich dies in einer steigenden Teuerungsrate bemerkbar machen. Unter Umständen müssten dann die Währungshüter schneller auf den Plan treten, um ein mögliches Ausufern bei der Inflation zu vermeiden. Die schlechten Nachrichten rund um China Evergrande reißen nicht ab, weswegen die chinesische Regierung weitere 15,5 Mrd. Dollar in die Finanzmärkte gepumpt hat, nachdem sie vergangene Woche bereits drei Mal so viel injiziert hat.