AugenBlick

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
27. November 2020
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 29.872 12.037 3.630 13.287 2.579 3.511 1.788 26.765 26.660
Veränderung ggü. Vortag -0,58% +0,47% -0,16% -0,02% -0,24% -0,03% -0,50% -0,20% +0,46%
Börsen kommen an Thanksgiving kaum voran – Bitcoin stürzt ab
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Berlin – Sintflut 2.O – Bereits 17.000 Anträge auf Novemberhilfe eingegangen
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Spielende Fed – Fed spielt Varianten einer laxeren Geldpolitik durch – Anleihenprogramm im Fokus
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Bund darf 2021 knapp 180 Mrd Euro neue Schulden aufnehmen
Guten Morgen. Langweilig. Die feiertagsbedingte Abwesenheit der US-Anleger hat dazu geführt, dass sich die Märkte größtenteils kaum bewegt haben. Das galt nicht für Bitcoin. Seit Mittwoch hat die Zocker-Cyber-Währung in der Spitze um 16% verloren. Drohende Nachfrage-Einbußen durch die Restriktionen im Rahmen der Pandemie setzten dem Ölpreis zu. Bei Industriemetallen konzentrierten sich Anleger dagegen auf die Zeit nach der Pandemie. Kupfer war gefragt. Für Elektroautos, Stromtankstellen, Windkraftanlagen und Stromleitungen etc. benötigt man ziemlich viel von diesem Metall. Inflation. Welche Inflation? EZB-Chefvolkswirt Lane hat davor gewarnt, einen noch längeren Zeitraum mit einer zu niedrigen Inflationsrate im Euro-Raum zu akzeptieren. Im Oktober waren die Preise in der Euro-Zone den dritten Monat in Folge gefallen. Die Inflationsrate lag bei minus 0,3 Prozent. Auch im September hatte sie bei minus 0,3 Prozent gelegen, nach minus 0,2 Prozent im August. Mit dem heutigen Black Friday beginnt traditionell das Weihnachtsgeschäft. Dieses Jahr sind Analysten, nicht nur die, besonders gespannt, wie die Verbraucher in ihrem Ausgabenverhalten auf die Pandemie reagieren? Hauspantoffeln statt High Heels? Deutsche Sicherheitsexperten sind besorgt, dass es Cyberattacken gegen Corona-Impfstoffhersteller geben könnte. Das würde gerade noch fehlen. Viele Ökonomen erwarten für die nächste Zinssitzung der EZB am 10. Dezember, dass die Währungshüter ihre billionenschweren Anleihenkäufe erneut aufstocken und auch bei den großen Geldspritzen für Banken nachlegen. Die höchste Neuverschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik hatte der Bundestag für dieses Jahr mit 218 Milliarden Euro bewilligt. Dieser Kreditrahmen wird aber wohl bei weitem nicht ausgeschöpft, weil ein Teil der Ausgaben zur Pandemie-Bewältigung erst 2021 anfällt.