AugenBlick

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
26. Februar 2021
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 31.402 13.119 3.829 13.879 3.072 3.685 1.868 29.158 29.109
Veränderung ggü. Vortag -1,75% -3,52% -2,45% -0,69% +0,05% -0,56% -0,06% -3,05% -3,51%
Bayer mit Rekordverlust – Maue Aussichten verprellen Anleger
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Tschechische Regierung will Mobilität radikal einschränken
Guten Morgen…Müsste ich für den Rest meines Lebens ein einziges Gefühl wählen, wäre es dieses. Bloß nicht. Anna Todd (After Passion) hat das nicht für die gerade vorherrschende Börsensituation so formuliert. Auslöser der scharfen Aktien-Abwärtsbewegung war der rasante Renditeanstieg am US-Anleihemarkt. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen kletterte auf 1,5%. Vor knapp einem Jahr lag diese noch bei 0,32%. Der technologielastige Nasdaq 100 sackte um 3,56% ab. Es war der größte prozentuale Tagesverlust seit Oktober. Die Inflationssorgen rühren daher, dass die Wirtschaft an sich hohe Wachstumsraten aufzeigt, der Staat und die Notenbank aber dennoch stimulieren als wäre die US-Wirtschaft in einer Depression. Die Industrie sammelte im Januar überraschend viele Aufträge ein, während die Arbeitslosenmeldungen unerwartet stark abnahmen. Die Bestellungen für langlebige Güter legten im Januar um starke 3,4% zum Vormonat zu. Das Plus fiel damit gut dreimal so stark aus wie erwartet. Zudem stellten vergangene Woche nur noch 730.000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze – 111.000 weniger als eine Woche vorher. Die US-Wirtschaft wuchs von Oktober bis Dezember trotz Pandemie mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,1%. Beeindruckende Zahlen. Den Impfstoffhersteller Moderna (gegen den Trend +2,5%) hielten hohe Forschungskosten letztes Quartal in den roten Zahlen, doch die starke Impfstoff-Nachfrage sorgte für einen Umsatzschub. Der Gamestop-Krimi setzt sich ungeachtet der ungünstigen Börsengesamtsituation fort. Nachdem die Aktien am Mittwoch vorübergehend vom Handel ausgesetzt waren und mit einem Plus von 104% schlossen, ging es gestern um weitere 19% nach oben. Trotz der Ausbreitung einer Virus-Variante in der französischen Grenzregion Moselle denkt Deutschland nach Angaben von Merkel nicht an Grenzkontrollen.