AugenBlick

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
30. Oktober 2020
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 26.659 11.186 3.310 11.598 2.034 2.960 1.563 24.395 23.028
Veränderung ggü. Vortag +0,52% +1,64% +1,19% +0,32% -0,93% -0,12% -0,18% -0,78% -1,30%
Amazon trumpft in Corona-Krise mit weiterem Rekordquartal auf
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Frankreichs Notenbank – Wirtschaft schrumpft im vierten Quartal
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Insider – EZB-Ratsmitglieder diskutierten Optionen für mögliches Hilfspaket
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Bayern will Corona-Einschränkungen auch in Wohnungen durchsetzen
Guten Morgen. Blede muas wohl gem. Aber sie wern euwei mehr. Nicht redigierte, archaische alpenländische Volksweisheit, die situativ bei diffusen Erfahrungen der Angst, Unsicherheit und Entfremdung Verwendung findet. Die französischen Terroristen haben es diesmal nicht geschafft, die Märkte zu verunsichern. Die Schaukelbörse legte im Gegenteil sogar zu. Ein überraschend starkes US-Wirtschaftswachstum stützt die Börsen. Nach dem Einbruch im Frühjahr wuchs die US-Volkswirtschaft im dritten Quartal (wohlgemerkt auf das Gesamtjahr hochgerechnet) um überraschend starke 33,1%! Steil abwärts ging es für den Ölpreis. Die US-Sorte WTI brach wegen Spekulationen auf einen erneuten Nachfrage-Rückgang zunächst 6,6% ein. Die Pandemie treibt Amazon die Kunden in die Hände. Zum zweiten Mal in Folge erzielte die Firma einen Rekordgewinn. Im dritten Quartal hat sich der Gewinn auf 6,3 Milliarden Dollar verdreifacht! Für den Aufbau weiterer Logistikkapazitäten und neue COVID-Sicherheitsvorkehrungen nimmt Bezos viel Geld in die Hand. Allein in diesem Jahr hat Amazon rund 400.000 neue Stellen geschaffen und ein Covid-19-Testverfahren eingeführt. Die Umsätze im dritten Quartal kletterten um kaum glaubliche 37% auf 96,1 Milliarden Dollar. Angesichts der anhaltenden Bestellwelle will Amazon in diesem Quartal erstmals die Umsatzmarke von 100 Milliarden Dollar knacken. Die Aktie fiel nachbörslich dennoch. Wie zuvor Daimler und andere Hersteller schaffte der weltgrößte Autobauer VW (+1%) im Zeitraum Juli bis September die Rückkehr in die Gewinnzone – und trat dabei weniger stark auf die Kostenbremse als andere. Völlig überraschend meldete VW einen Rekord-Auftragsbestand (!) in Europa. EZB-Chefin Christine Lagarde kündigte an, dass ihr Haus die Geldpolitik im Dezember anpassen werde, wenn weitere Daten zur Konjunkturentwicklung vorliegen.