AusBlick Januar 2019

Die monatliche Konjunktur- und Markteinschätzung

Der „AusBlick“ bietet Ihnen eine ausführliche Analyse der Ereignisse an den Kapitalmärkten und der Weltwirtschaft. Neben einer Beschreibung unserer Anlagestrategie wird zusätzlich ein aktuelles Fokusthema tiefgreifend analysiert.
17. Januar 2019

AusBlick Januar 2019
Marktumfeld

Die Rahmenbedingungen für die Finanzmärkte trüben sich 2019 weiter ein. Die geopolitischen Risiken bleiben hoch – zumindest vorerst. Gleichzeitig nimmt der Gegenwind für Weltwirtschaft, Welthandel und Gewinne zu. Im laufenden Jahr dürfte das ­globale Wachstum weiter abrutschen und auch wieder unter Trend zurückfallen. 2018 noch globaler Wirtschaftsmotor sind es nun die USA selbst, die zum Bremsklotz werden. Dort wird sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres spürbar abschwächen. 2020 droht sogar eine, wenn auch moderate Rezession. Dem Abwärtssog kann sich der Rest der Welt zwar nicht entziehen, wohl aber relativ besser behaupten als im vergangenen Jahr. 2019 könnte es daher zu einem „Recoupling“ auf niedrigerem Niveau kommen. Die Risiken sind dabei klar nach unten gerichtet. Eine weltwirtschaftliche Krise erwarten wir 2019/2020 nicht.

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Marktentwicklung & Anlagestrategie

2019 dürfte für die Finanzmärkte nicht weniger schwierig und herausfordernd werden als das vergangen Jahr. Die Marktschwankungen bleiben wohl das ganze Jahr über hoch. Aktien drohen zunächst noch weitere Rücksetzer. Für die mittlere Sicht sind wir indes zuversichtlicher geworden. Denn mit jedem Monat Minuskorrekturen nimmt das Enttäuschungspotenzial ab. Wenn weitere Kursverluste die bisherige Korrektur der globalen Aktienmärkte endgültig in einen Bärenmarkt (Aktienbaisse) haben auswachsen lassen, steigen die Chancen auf Stabilisierung und erste Erholungsversuche – zumal wir letztlich eine Einigung im Handelsstreit und einem geordneten Brexit erwarten. Hinzu kommt eine spürbar verbesserte Bewertung. Mittlerweile liegen die Kurs-Gewinn-Verhältnisse unter ihren langfristigen Durchschnitten. Mit festverzinslichen Wertpapieren ist in Europa auch 2019 kein realer Werterhalt möglich, in den USA dagegen schon. Der Dollar dürfte vorerst stark bleiben. Mittel- bis längerfristig sollte dagegen der Euro die Nase vorn haben. Gold kann seinen Absicherungscharakter einmal mehr entfalten.

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