AusBlick Dezember 2019

Die monatliche Konjunktur- und Markteinschätzung

Der „AusBlick“ bietet Ihnen eine ausführliche Analyse der Ereignisse an den Kapitalmärkten und der Weltwirtschaft. Neben einer Beschreibung unserer Anlagestrategie wird zusätzlich ein aktuelles Fokusthema tiefgreifend analysiert.
11. Dezember 2019

AusBlick Dezember 2019
Marktumfeld

2019 war ein starkes Jahr für die Finanzmärkte. Aktien und Gold legten zweistellig zu. Und selbst Renten konnten trotz Null- oder Negativzinsumfeld ansehnliche Gewinne verbuchen. Verantwortlich dafür war der Kurswechsel der Notenbanken. Weltweite Zinssenkungen und Liquiditätsausweitung sorgten für den nötigen Rückenwind und trotzten der Schwäche von Weltwirtschaft und Unternehmensgewinnen sowie den geopolitischen Querschlägern (Handelskrieg, Brexit). Die geldpolitische Alimentierung dürfte noch weitergehen, auch weil die globale Wachstumsabschwächung noch nicht ausgelaufen ist. Und geopolitisch gibt es trotz Entspannungssignalen noch keine Entwarnung. Allerdings steigt die Erwartung, dass sich die konjunkturellen Frühindikatoren im Laufe der nächsten Monate stabilisieren und dann auch die Gewinnerwartungen bzw. die Weltwirtschaft stützen. Auf starken Aufwind sollte man aber nicht setzen. Belastungen und Risiken bleiben.

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Marktentwicklung & Anlagestrategie

Das fundamentale Umfeld für Aktien bleibt konstruktiv. Eine Wiederholung der starken Performance im ausklingenden Jahr sollte man indes nicht erwarten – auch weil die geldpolitischen Impulse tendenziell nachlassen und die Bewertungen spürbar gestiegen sind. Nach den Kursschüben in diesem Jahr ist damit das Risiko für zwischenzeitliche Rücksetzer gestiegen. Insgesamt gibt es derzeit also wenig Anlass, sich aggressiver (nach unten oder oben) zu positionieren. Wir bleiben zumindest für die kommenden Monate neutral. Renten dürften bis weit ins kommende Jahr hinein gut unterstützt sein, insbesondere im Umfeld von niedrigeren Fed-Zinsen oder immer mal wieder aufkeimenden geopolitischen Risiken. Längerfristig sehen wir sie eher seitwärts, gegen Ende kommenden Jahres möglicherweise etwas nachgebend (moderat steigende Renditen). EUR-USD erwarten wir im Verlauf des kommenden Jahres tendenziell etwas fester (Richtung 1,15), Gold und Öl nach (anfänglicher) Konsolidierung weitgehend seitwärts.

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