Augenblick 26.06.20 05:15:03

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
26. Juni 2020
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 25.746 10.017 3.084 12.178 2.250 3.219 1.740 24.641 22.561
Veränderung ggü. Vortag +1,18% +1,09% +1,10% +0,69% +1,01% +0,71% +0,45% -0,57% +1,35%
Wirecard-Aktie kollabiert nach Antrag auf Insolvenzeröffnung
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Wirtschaftsdaten aus Amerika zeigen ein gemischtes Bild
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Lufthansa-Aktionäre stimmen Staatseinstieg zu
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Dow Jones mit Schlussspurt – Nikkei mit Zugewinnen – Hang Seng mit kleinem Minus
Guten Morgen…Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert: Das dachte sich wohl auch das Management von Wirecard, als es gestern einen Antrag auf Insolvenzeröffnung stellte. Damit beschleunigte sich noch einmal die Talfahrt der Aktie, die in den vergangenen fünf Handelstagen einen Kurssturz von mehr als 95% hinnehmen musste. Ein Novum in der 32-jährigen Geschichte des deutschen Börsenbarometers. Dennoch verbuchte der DAX am gestrigen Handelstag ein Plus von 0,7% und eroberte damit die 200-Tagelinie zurück, die derzeit bei 12.157 Punkten verläuft. Die US-Wirtschaft ist im 1. Quartal so stark geschrumpft wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Zwischen Januar und März fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 5,0%. Das ist der stärkste Rückgang seit den Jahren der Finanzkrise, weil privater Konsum, Investitionen und Exporte deutlich sanken. Der Internationale Währungsfonds rechnet in diesem Jahr mit einem Einbruch des BIP von 8%. Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe blieben hinter den Erwartungen zurück: Insgesamt stellten vorige Woche erneut rund 1,5 Mio. Bürger einen Antrag auf staatliche Stütze. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 1,3 Mio. gerechnet. Die Corona-Pandemie hat in den USA die lange Zeit vorherrschende Vollbeschäftigung schlagartig in Massenarbeitslosigkeit umschlagen lassen: Mehr als 20 Mio. Amerikaner verloren im April ihren Job, bevor im Mai ein vorläufiges Ende des Abwärtstrends einsetzte und rund 2,5 Mio. Jobs geschaffen wurden. Ein Silberstreifen an dem sonst düsteren Horizont: Die US-Industrie zeigt sich im Mai deutlich erholt. Die Bestellungen für langlebige Gebrauchsgüter wie Flugzeuge oder Maschinen wuchsen um 15,8% zum Vormonat. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 10,9% gerechnet. Asien zeigt sich heute uneinheitlich.
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