Augenblick 24.06.20 04:59:02

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
24. Juni 2020
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 26.156 10.131 3.131 12.524 2.310 3.299 1.788 24.921 22.567
Veränderung ggü. Vortag +0,50% +0,74% +0,43% +2,13% +1,33% +1,76% +1,22% +0,06% +0,08%
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Guten Morgen… In der Kritik der ästhetischen Urteilskraft unterscheidet Immanuel Kant das Erhabene vom Schönen. Neben Bewunderung tritt Furcht, indem das Gemüt von dem Gegenstande nach Kant nicht bloß angezogen, sondern immer wieder auch abgestoßen wird. Das Gemüt wird vom Bullenmarkt angezogen, die Bewertung und die Virus-Entwicklung wirken dagegen abstoßend. Klar, so hat er das ganz bestimmt gemeint. Die Aktienmärkte befinden sich weiter im Rallye-Modus. Der Nasdaq-Index ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Rückenwind erhielt der Markt vom überraschend starken Anstieg der Barometer für die Stimmung der Einkaufsmanager Deutschlands und der Euro-Zone. Sie blieben allerdings unterhalb der Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert. Die Börsen klettern eine Mauer der Corona-Sorgen hinauf. Die Anleger lassen sich auch von einem Rekordanstieg der Virus-Fallzahlen nicht aus der Ruhe bringen. Mehrere US-Bundesstaaten meldeten eine Zunahme der Infektionen um bis 50% und die Zahl der Todesopfer in Lateinamerika überschritt die Marke von 100.000. Die Märkte gehen davon aus, dass die Messlatte, um die Wirtschaft erneut zu schließen, sehr hoch liegt, so dass derzeit die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit nicht allzu groß sein werden. Eine positive Überraschung in den jüngsten Daten war die Belastbarkeit der Aktivitätsdaten im aufstrebenden Asien, obwohl sich die Weltwirtschaft stark verlangsamte und die globale Nachfrage unter dem Niveau vor der Pandemie zurückbleibt. Großbritannien und die EU liegen Insidern zufolge hinter dem Zeitplan bei den Gesprächen, die britischen Banken ab 2021 den Zugang zum EU-Markt für Finanzdienstleistungen erhalten sollen. Gold markierte den höchsten Stand seit knapp acht Jahren. Die Flut billigen Notenbankgeldes und die billionenschweren Hilfsprogramme der Regierungen schürten die Nachfrage nach dem Edelmetall.
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