Augenblick 20.07.20 05:00:08

Der tägliche Börsenkommentar

Der „AugenBlick“ bietet Ihnen kurz und knapp Informationen zu den täglichen Bewegungen an den Kapitalmärkten.
20. Juli 2020
Dow Jones Nasdaq S&P 500 DAX ATX STOXX50E MSCI UK HSI NIKKEI
Aktuell 26.672 10.503 3.225 12.920 2.313 3.366 1.777 25.178 22.689
Veränderung ggü. Vortag -0,23% +0,28% +0,28% +0,35% -0,43% +0,01% +0,61% +0,35% -0,03%
Die Nerven liegen blank: EU-Sondergipfel geht in den vierten Tag
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Großbritannien legt Auslieferungsabkommen mit Hongkong auf Eis
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Brasilien – mehr als 23.000 Neuinfektionen und über 700 weitere Todesfälle
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WHO Europa und Corona: Wir sind noch mitten in der ersten Welle
Guten Morgen… Das Börsenklima bleibt heiter, wenn auch etwas weniger stabil als im Juni. Einige kurze Gewitter könnten durchziehen, falls der EU Gipfel heute ohne Einigung zu Ende geht. Die USA kämpfen weiterhin mit steigenden Coronavirus-Fällen. Florida hat mit über 12.000 Neuinfektionen den fünften Tag in Folge über 10.000 Fälle gemeldet. Mindestens 14 Staaten haben bislang im Juli Rekordzahlen für Krankenhausaufenthalte im Corona-Zusammenhang gemeldet. Dennoch drängt die US-Regierung darauf, die Schulen in wenigen Wochen wieder zu öffnen und widersetzt sich einem Bundesmandat, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen. Die Anleger stört dies derzeit wenig. Der chinesische Aktienmarkt legt zur Stunde um 2,6% (!) zu. Australische Aktien gehörten allerdings zu den Verlierern, nachdem die Virus-Fälle im südöstlichen Bundesstaat Victoria weiter gestiegen waren. Der Fokus der Investoren richtet sich heute auf das Gipfeltreffen der EU, auf dem die Regierungschefs über einen Plan zur Wiederbelebung der Wirtschaft feilschen. Zwischen den 27 EU-Ländern herrscht Uneinigkeit darüber, wie ein billionenschwerer Sanierungsfonds aufgeschlüsselt werden soll und welche Bedingungen für die Verteilung gelten sollen. Der Euro tendiert dennoch fest. Der Ruf liegt in den Verhältnissen. Die Weltlage übermittelt die Botschaft: Schon 2025 wird vermutlich so viel CO² in der Atmosphäre sein wie seit etwa 3,3 Millionen Jahren nicht mehr, berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Scientific Reports. Im damaligen Zeitabschnitt, dem Pliozän, war es deutlich wärmer als heute, im Schnitt zwei bis vier Grad. Der Meeresspiegel war damals 15 bis 25 Meter höher. Es gibt keine Blaupause für das, was gerade passiert. Wir spielen mit dem Feuer, so die Forscher. Hoffentlich brauchen unsere Kinder keine Taucheranzüge, um in die Arbeit zu kommen.
Augenblick 20.07.20 05:00:08